Die Vision

Eine neue Sporthalle als attraktives Vereinszentrum

Einige unserer Sportler sind über die ganze Stadt verteilt. Sie trainieren zumeist in Schulturnhallen oder auf gemieteten Sportflächen. Wir verfügen zwar über ein Vereinsgelände, jedoch nicht über einen zentralen Ort der Begegnung und des Austauschs. Neben den Erfordernissen wie Hallenflächen, Umkleiden und Sanitäranlagen soll eine neue Sporthalle sich zum Zentrum des Vereins entwickeln, wo sich möglichst viele Sportler der unterschiedlichsten Abteilungen begegnen. Die Multifunktionalität des Gebäudes hat deshalb einen hohen Stellenwert. Ein modern ausgestatteter Kraftraum, Sozial- und Schulungsräume sowie ein Veranstaltungssaal bieten Nutzungsmöglichkeiten, die denen einer einfachen Sporthalle deutlich überlegen sind.

Startschuss für mehr Inklusion und Teilhabe

Die Umsetzung inklusiver Baumaßnahmen und Programmstrukturen zur Verbesserung der Teilhabe rückt mehr und mehr in den Fokus der Gesellschaft. Als Verein streben wir danach, Sport, Bewegung und Gemeinschaft für alle Menschen erlebbar zu machen. Diese Selbstverpflichtung schließt ein, dass Menschen nicht nur in bestehende System und Strukturen integriert werden, sondern Anlagen, Gebäude und Programme so gestaltet und gedacht werden, dass keine Barrieren entstehen.

Das Ziel von inklusiven Sportvereinen ist es, Gebäuden, Anlagen, Strukturen und Programme so umzusetzen, dass alle Menschen barrierearmen bzw. bestenfalls barrierefreien Zugang zu Sport, Bewegung und Gemeinschaft erhalten. 
Dabei sind vielfältige Hürden zu bewältigen, um Menschen verschiedener Herkünfte, Kulturen, körperlichen und psychischen Voraussetzungen entsprechend zu inkludieren.

Wir setzen den Startschuss und machen uns auf den Weg, Inklusion zu leben!

Der Weg

Zwei Probleme, eine Lösung

Es ist kein Geheimnis, dass unsere Karl Burg Halle an Altersschwäche leidet. Das Gebäude aus den 1920er- Jahren plagen diverse Beschwerden, die sich nicht mit Pflaster und Salbe beheben lassen. Im Keller dringt Wasser ein, das Mauerwerk ist nicht mehr solide und die Leitungen in den Wänden hätten schon im letzten Jahrtausend erneuert werden müssen. Heizung, Wärmedämmung und sanitäre Anlagen entsprechen schon längst nicht mehr den heutigen Anforderungen. Um das Gebäude richtig instand zu setzen, müsste man im Keller beginnen und sich bis zum Dach hocharbeiten. Dabei bliebe kaum ein Stein auf dem anderen. Lohnt sich das? In unseren Abteilungen Lacrosse, Ultimate Frisbee, Fußball und Leichtathletik gehen mehr als tausend Mitglieder ihrem Sport nach. Dafür stehen auf unserem Vereinsgelände insgesamt acht Umkleidekabinen und sechs Duschräume zur Verfügung. Vor allem an den zahlreichen Wettkampf- Wochenenden, an denen sich zusätzlich viele Gastmannschaften auf unseren Sportanlagen tummeln, reicht der Platz längst nicht mehr aus. Es ist deshalb keine Seltenheit, dass sich Mannschaften im Freien umziehen. Neben den wenig einladenden Umkleiden und Duschen, vor allem in der Karl Burg Halle, ist dieser Mangel an Räumen eklatant. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Für die beiden Probleme – eine altersschwache Halle und viel zu wenige Umkleiden und Duschen, die schon lange den Anforderungen nicht mehr genügen – gibt es eine gemeinsame Lösung: der Neubau einer Sporthalle auf unserem Vereinsgelände.

Eine große Herausforderung

Der Bau einer neuen Sporthalle ist keine Kleinigkeit, ganz im Gegenteil. Für unseren Verein, der 2023 sein hundertjähriges Jubiläum feiern durfte, bedeutet der Bau einer neuen Sporthalle ein Jahrhundertprojekt. Diese Mammutaufgabe zu meistern stellt vor allem die Vereinsführung vor große Herausforderungen. Das Projekt muss gut durchdacht und bis ins letzte Detail durchgeplant werden, damit es nicht auf halbem Weg zu scheitern droht. Von der Standortwahl und der Abstimmung mit der Stadtverwaltung über die Vorplanungsphase bis zum konkreten Entwurf samt Kostenschätzung müssen umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden. Erst wenn alle notwendigen Informationen vorliegen, können die Vereinsmitglieder sich eine Meinung bilden und über das Projekt entscheiden.

Die Standortwahl

Die Möglichkeiten auf unserem Vereinsgelände sind begrenzt. Zum einen haben wir nur wenig Fläche, die für einen Neubau in Frage kommt und zum anderen müssen die Vorgaben der Behörden umgesetzt werden. Das Jahnhäusle steht unter Denkmalschutz, ebenso wie der Zufahrtsweg samt Bäumen und die beiden Torelemente an der Schwarzwaldstraße. Dieser Bereich, der als Ensemble klassifiziert wurde, ist laut Landesdenkmalbehörde unantastbar. Ein Bau auf den Beachplätzen kommt nicht in Frage, da das fragliche Gebäude dann eine Nord-Süd-Ausrichtung aufweisen würde. Dagegen spricht sich die Stadtverwaltung aus, da auf der Sportachse Ost eine Halle in Ost-West-Richtung gebaut werden soll. Auf dem Hartplatz neben den Tennisplätzen darf gemäß Beschluss der Stadt nicht in die Höhe gebaut werden, um den „Höllentäler“ und dessen klimatische Bedeutung für die Innenstadt nicht zu beeinträchtigen. Ein Abriss der Karl Burg Halle, um damit Platz für einen Neubau zu schaffen, scheidet ebenfalls aus, da einerseits der Platz ziemlich begrenzt ist, weil laut Vorgaben der Stadt unsere Parkplätze erhalten werden müssen, und wir andererseits zwischen Abriss des alten und Bezug des neuen Gebäudes für einen Zeitraum von etwa drei Jahren keine Sporthalle (und zwei Umkleiden samt Duschen weniger) auf unserem Gelände zur Verfügung hätten. Durch die vielen K.o.-Kriterien bei der Standortwahl blieb letzten Endes nur noch eine Möglichkeit übrig: der Abriss der Kegelbahn, des Bewirtungsraums und der Tribüne. Um aus der Not eine Tugend zu machen, bietet dieser einzig mögliche Standort einen besonderen Vorteil. Über die neue Sporthalle können später die benachbarten Gebäude Geschäftsstelle/ Gaststätte und Jahnhäusle/ Leichtathletikhaus energetisch mitversorgt werden. So kann zum Beispiel die alte Ölheizung, die das Jahnhäusle und das Leichtathletikhaus mit Wärme und Warmwasser versorgt, ersetzt werden. Dieser neue Standort wurde bereits mit dem Stadtplanungsamt abgestimmt.

Das Konzept

Eine dynamische, weltpolitische Situation bringt immer neue Hürden mit sich und verlangt uns viel Flexibilität ab.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, arbeiten wir auf Hochtouren, um unser Ursprungskonzept an die aktuellen Begebenheiten anzupassen, sodass alle erforderlichen Maßnahmen auf dem Gelände umgesetzt werden können. 

Wir freuen uns, euch in Kürze das neue Konzept für unser inklusives Sportzentrum vorstellen zu dürfen. 

Der PTSV Jahn ist auf dem Weg, dass Zukunftsprojekt "Jahn 2032" auf ein neues Level zu heben. 

Seid gespannt!