Die Ultimate-Frisbee WM in Nottingham

Autor

Disconnection Freiburg

Datum
6 July 2026
Abteilung

Ultimate Frisbee

Lesezeit

Ca. 3 Minuten

Die Ultimate-Frisbee WM in Nottingham

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Mixed Masters bei WMUCC 2026
Disconnection hat vom 28. Juni bis 4. Juli an den Klub-Weltmeisterschaften im Ultimate Frisbee in Nottingham teilgenommen und in der Division Mixed Masters den 19. Platz von 40 Teams erreicht. Neben starken spielerischen Auftritten überzeugte das Team auch im Spirit of the Game. Ein Rückblick auf eine intensive Turnierwoche in England.

Starke Gruppenphase mit Platz zwei von fünf

Die Gruppenphase verlief sehr erfreulich. Gegen Naja aus China setzten wir uns mit 15:6 durch, inklusive der ersten Highlightplays der Woche. Auch gegen die Brussels Masters Mixed aus Belgien, die wir bereits von den Klub-Europameisterschaften kannten, gewannen wir souverän mit 15:11. Im dritten Gruppenspiel gegen Asul Moustiques aus Lyon setzte sich unser Team in einem hart umkämpften Spiel mit 15:12 durch. Einzig gegen den späteren Turniersieger Atlanta Fawkes aus den USA mussten wir uns mit 5:15 geschlagen geben. Das US-amerikanische Team überzeugte dabei vor allem durch lange Hucks und weite Cuts. Mit Platz zwei von fünf Teams beendeten wir die Gruppenphase dennoch stark.

Schwache Überkreuz-Spiele bringen uns ins mittlere Bracket

In den Überkreuz-Spielen, die über den Einzug in Upper-, Middle- und Lower Bracket entschieden, konnten wir an die guten Leistungen der Gruppenphase leider nicht anknüpfen. Gegen Crown aus Florida entwickelte sich ein knappes und heiß umkämpftes Spiel, das am Ende mit 11:15 verloren ging. Auch gegen Reading Ultimate aus Großbritannien lief es zunächst schwierig: Nach einem Rückstand von 0:5 kämpften wir uns bis auf 9:10 heran, mussten uns letztlich aber mit 9:15 geschlagen geben. Beide Niederlagen bedeuteten den Einzug ins mittlere Bracket um die Plätze 17 bis 32. Bemerkenswert war, wie stark der Upper Pool um die Plätze 1 bis 16 von US-amerikanischen und kanadischen Teams geprägt war – mit Reading (Platz 10) und Mainz (Platz 15) schafften es lediglich zwei europäische Teams in diesen Bereich.

Platzierungsspiele: Wieder mit stärkeren Leistungen

In den Platzierungsspielen fanden wir zurück zur alten Stärke. Am ersten Tag der Platzierungsspiele herrschte kräftiger Wind, weshalb wir kurzerhand auf ein System mit Upwind- und Downwind-Line statt der gewohnten O- und D-Line umstellten. Unter diesen Bedingungen gewannen wir souverän gegen FlyHigh Lausanne aus der Schweiz (12:8) sowie gegen Hammertron Tawhito aus Neuseeland (15:12). Den Start ins Morgenspiel am letzten Spieltag gegen Sydney Sails aus Australien verschliefen wir hingegen und verloren nach einer Aufholjagd mit 13:15. Zum Abschluss des Turniers kam es dann noch zu einem deutschen Derby gegen Triple M, eine Spielgemeinschaft aus Münster, Marburg und München. In einem Spiel mit gutem Flow setzten wir uns mit 15:10 durch – ein gelungener Abschluss einer intensiven Turnierwoche.

Spirit im oberen Viertel

Neben dem sportlichen Ergebnis ist uns auch der Spirit of the Game wichtig, also der faire und respektvolle Umgang miteinander auf dem Feld. Hier erzielten wir einen Durchschnittswert von 11,1 und landeten damit im oberen Viertel aller teilnehmenden Teams. Das ist ein Ergebnis, auf das wir mindestens genauso stolz sind wie auf die sportliche Platzierung. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass wir mit unseren handgefertigten Bächlebooten als Spirit-Geschenk unseren Gegner*innen eine große Freude bereiten konnten :)

Rahmenprogramm und Freiburg-Vibes in Nottingham

Auch abseits des Feldes war einiges geboten. Untergebracht waren wir gemeinsam in einer Teamunterkunft, und zu den Spielfeldern ging es standesgemäß mit dem Fahrrad. Allerdings mussten wir feststellen, dass die Sportanlagen der Universität Nottingham mit ihren riesigen Grasflächen deutlich ausladender sind als das, was wir aus Freiburg gewohnt sind, auch wenn der Rasen streckenweise recht hart war. Das Wetter zeigte sich die gesamte Woche über sonnig, warm und windig, wenn auch in wechselnder Ausprägung – alles in allem aber sehr gutes Frisbeewetter. 

Nach den Spielen ließen wir es uns in unterschiedlichster Form gut gehen: mal im Café, mal beim Scouting kommender Gegner*innen, mal im Eisbad zur Regeneration und mal beim Stadtbummel durch Nottingham.

Den Turnierabschluss feierten wir gebührend mit Team-Pizza, Würfelspiel, leckeren Getränken sowie einem Live-Konzert, bei dem wir ausgiebig tanzten. Auch die Finalspiele der Open-, Women's- und Mixed-Divisionen am Folgetag ließen wir uns nicht entgehen, bevor es für die einen zurück nach Freiburg ging und andere die Gelegenheit zum Wandern und Sightseeing in England nutzten. Der Muskelkater und die Müdigkeit werden uns noch ein paar Tage begleiten, aber die schönen Erinnerungen überdauern dies bei weitem.

Zu guter Letzt gilt ein großer Dank den Coaches und allen, die in besonderem Maße im Vorfeld und während des Turniers zu diesem großen Projekt beigetragen haben. <3

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